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Glossar

RCP - Representative Concentration Pathways

Die RCP-Szenarien legen bestimmte Szenarien von Treibhausgaskonzentrationen fest.

Für den 5. IPCC-Sachstandsbericht von 2013 wurden neue Szenarien formuliert. Bei ihnen handelt es sich um sogenannte „Repräsentative Konzentrationspfade“ (Representative Concentration Pathways - RCPs). Anders als bei den SRES-Emissionsszenarien wird bei den neuen Szenarien der Schwerpunkt nicht auf die Emission, sondern auf die Konzentration und den Strahlungsantrieb der Treibhausgase gelegt.

Bisher wurden die Szenarien durch ihre Stabilisierungskonzentration charakterisiert. Es wurde also angegeben, in welchen CO2-Konzentrationen (angegeben in ppm; parts per million) die Szenarien am Ende der Betrachtungsperiode münden. Die RCP-Szenarien hingegen werden nach dem Strahlungsantrieb (gemessen in Watt pro Quadratmeter [W/m2]) benannt, den sie am Ende des Betrachtungszeitraums aufweisen. Der Begriff „Pathways“ (also Pfade oder Verläufe) soll betonen, dass es der primäre Zweck ist, zeitabhängige Projektionen atmosphärischer Treibhausgaskonzentrationen zu liefern. Es ist nicht allein das Stabilisierungsniveau, das von Interesse ist, sondern auch der Weg, der dazu führt. Ähnlich zu den im vorherigen 4. IPCC-Sachstandsbericht verwendeten SRES-Szenarien gehen verschiedene Annahmen in die Konzeption der RCP Szenarien ein, wie z. B. die Bevölkerungsentwicklung, Landnutzung und Art der zukünftigen Energiegewinnung und –nutzung. Die resultierenden vier Szenarien werden mit RCP2.6, 4.5, 6.0 und 8.5 bezeichnet, wobei die Zahl den jeweiligen globalen Änderungsbetrag (in W/m2) des Strahlungsantriebs im Jahr 2100 verglichen zur vorindustriellen Zeit (1850) repräsentiert.

Da sich die verschiedenen Treibhausgase unterschiedlich stark auf den Gesamtstrahlungsantrieb auswirken, wurde die CO2-äquivalente Treibhausgaskonzentration als Kennzahl entwickelt (CO2-äq; ebenfalls angegeben in ppm). Mit dieser wird die Konzentration eines Treibhausgasgemischs angegeben, die notwendig wäre, um den projizierten zusätzlichen Strahlungsantrieb (z.B. 2,6 W/m2 im RCP2.6 Szenario) zu erhalten.

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