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Glossar

Gletscher

Gletscher sind große Eismassen, die von den Bergen langsam in Richtung Tal strömen.

Eine Landeismasse, die unter dem Einfluss der Schwerkraft bergab fließt (durch innere Umformung und / oder Gleiten auf dem Untergrund) und durch internen Druck und Reibung auf dem Untergrund und an den Seiten eingegrenzt ist. Ein Gletscher wird durch die Akkumulation von Schnee in höheren Lagen genährt; dies wird durch das Abschmelzen in den tieferen Lagen oder durch das Abbrechen ins Meer wieder ausgeglichen. Gletscher entstehen, wenn über lange Zeiträume im Winterhalbjahr mehr Schnee in einer geeigneten Geländeform abgelagert werden, als in den darauffolgenden Sommerhalbjahren abschmelzen kann. Dies ist momentan noch in den Polarregionen und den Hochgebirgen so gegeben. Dann treten nämlich komplexe Umwandlungsketten in Aktion. Schnee, wird durch Schmelzen und Gefrieren zu Altschnee kompaktiert. Wenn dann das Porenvolumen weiter abnimmt und dadurch die Dichte zunimmt, wird Firn gebildet. Sobald Firn luftfrei ist, ist Eis entstanden. Man unterscheidet bei Gletschern das Akkumulations– oder Nährgebiet vom Ablations– oder Zehrgebiet. Die beiden Bereiche werden durch eine Gleichgewichtslinie getrennt.

Wie die Namen schon sagen, wird im Nährgebiet der Gletscher durch Schneefall, Firn und Eisbildung aufgebaut und Masse hinzugewonnen, während im Zehrgebiet Abschmelzvorgänge stattfinden und Masse abgebaut wird. Neben Abschmelzen können Masseverluste auch unter anderem durch Winddrift, Sublimation oder Lawinenabgänge stattfinden.

Die Trennlinie zwischen Akkumulations- und Ablationsgebiet wird als Gleichgewichtslinie bezeichnet.

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