Auf zur ersten Station 001-1

423 Seemeilen südwestlich von Kapstadt +++ 38° 13’ S, 12° 0’ O +++ 15°C, Sturmvögel über unglaublich blauem Ozean und ansteigender Dünung +++
05. Dezember 2014
(von Stefanie Klebe)

Der Tag beginnt noch vor dem Morgengrauen: Polarstern hat die Position unserer ersten Station erreicht. Wassermessung und Probenahme stehen auf dem Programm. Um kurz nach 5 Uhr, als die Sonne den Horizont orange-rot erstrahlen lässt, hängen CTD-Gerät und Kranzwasserschöpfer bereits in ca. 4.800 m Wassertiefe, um auf ihrem Rückweg Wasserproben an die Oberfläche zu bringen, an denen Wassereigenschaften gemessen werden sollen. Ungeduldig warten BiologInnen und ChemikerInnen darauf, die Proben möglichst schnell analysieren zu können. Alles funktioniert, die WissenschaftlerInnen sind zufrieden; das CTD-Team blinzelt aus müden Augen.

Auch das zweite Vorhaben gelingt schneller als erwartet. Über ein Ortungssystem wird ein Tiefseepegel lokalisiert, der nach einigen Jahren Dienst nun wieder vom Schiff aufgenommen werden soll.  Von seiner Verankerung befreit treibt er aus den Tiefen auf und muss zwischen den Schaumkronen und den sonnenblitzenden Wellen erst einmal entdeckt werden, bevor er geborgen werden kann. Das Aufnehmen mit dem Schlauchboot gelingt, und die zweite Etappe ist geschafft. Weiter geht die Fahrt mit ca. 10 Knoten.

Ein paar Sturmvögel begleiten das Schiff bereits seit einem Tag. Immer wieder ziehen sie ihre Kreise um unseren Eisbrecher, der noch durch einigermaßen warmes Wasser von unglaublichem Blau stampft.

Auch die ersten Walblase haben wir gesichtet. Insgesamt sind viele an Bord schon sehr gespannt darauf, dass wir die Eiskante erreichen.

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