Erneut ins Eis

+++ Position 56° 00’ S, 42° 07’ W +++ Lufttemperatur beu -0,3°C +++ Wir nähern uns der Eisgrenze

Die ersten zwei Wochen unserer Fahrt sind nun bald vorüber und die Eiskante rückt näher. Noch bewegen wir uns im offenen Wasser. Wir haben Südgeorgien passiert und fahren nun geradewegs ins Meereis. Diese Zeit haben wir genutzt, um unsere Messinstrumente vorzubereiten, zu testen und ein paar Sachen zu reparieren. Das Bild zeigt den ersten Testflug mit unserem Eisdickenmessgerät, dem EM-Bird.

Wir werden im Wesentlichen die Arbeiten der Meereisphysik-Gruppe von der Vorgängerfahrt „ANTXXIX/6“ weiterführen. Das heißt wir werden von Polarstern aus Helikopterflüge mit dem EM-Bird durchführen, um entlang unserer Flugroute Eisdicken zu messen. Während unserer Fahrt sind insgesamt drei längere Eiscamps geplant, über eine Dauer von jeweils ungefähr neun Tagen. Auf dem Eis findet dann der zweite Teil unserer Arbeit statt. Wir werden mit einem Schlitten einen elektromagnetischen Sensor über das Eis ziehen. Dieser basiert auf der gleichen Messmethodik wie der EM-Bird und erlaubt uns genaue Eisdickenmessungen auf der Eisscholle durchzuführen. Parallel dazu werden wir Schneedickenmessungen durchführen. Um unsere Messmethodik zu überprüfen, wollen wir außerdem speziell Meereisrücken untersuchen, das heißt Stellen im Eis, an denen Eisschollen aneinandergepresst wurden und die dadurch besonders dick sind.

Während der gesamten Zeit im Eis werden wir außerdem in regelmäßigen Abständen Beobachtungen von der Brücke der Polarstern durchführen. Diese geben Auskunft über den Zustand des Meereises und werden in einer Datenbank festgehalten.

Bildergalerie