Moderate Eisbedingungen in der Arktis und Antarktis

10. März 2020
Der Februar / März wie auch der September zählen zu denjenigen Monaten im Jahr, in denen sich in Arktis und Antarktis die minimale bzw. maximale Meereisausdehnung einstellt. Während das sommerliche Minimum der Eisausdehnung in der Antarktis bereits am 19. Februar 2020 mit 2,68 Millionen km² durchschritten worden ist, nimmt die Eisausdehnung in der Arktis seit Ende Februar noch einmal deutlich zu und hat ihr winterliches Maximum noch nicht erreicht. Lesen Sie hier weiter…

Tundra-Waldbrände 2019 – das Gedächtnis der Atmosphäre

6. März 2020
Die verheerenden Waldbrände, die im Sommer 2019 in Kanada, Alaska und Russland wüteten, sind zwar längst nicht mehr Thema der Nachrichten, dennoch lassen sich ihre Nachwirkungen immer noch deutlich in der arktischen Stratosphäre nachweisen. Die Stratosphäre ist dabei der Teil unserer Atmosphäre, der oberhalb von etwa 10 km Höhe liegt.  „Welche Auswirkungen diese ungewöhnliche stratosphärische Konzentration von Aerosolen auf die Meereisbildung in diesem Winter hat, kann derzeit nicht quantifiziert werden. Jedoch ist auch dies ein Forschungsbereich, der während der MOSAiC-Expedition des Teams ATMOSPHERE durch umfangreiche Messungen und Sondierungen nicht nur auf der MOSAiC-Scholle, sondern auch an Landstationen wie AWIPEV untersucht wird, um ihn zukünftig besser in Klimamodellen berücksichtigen zu können. Lesen Sie hier weiter…

DriftStories der MOSAiC-Expedition 2019/2020 durch die zentrale Arktis

28. Februar 2020
Mit den DriftStories werden wir einmal pro Monat eine Wissenschaftlerin oder einen Wissenschaftler des ICE Teams der Expedition vorstellen und Hintergründe zu ihrem / seinem Forschungsfeld beleuchten. Diese Beiträge sollen neben dem wöchentlichen MeereisTicker eine etwas ausführlichere Darstellung der meereisbezogenen Arbeiten vor Ort und eine Einordnung der Forschung in die gesamte MOSAiC-Expedition ermöglichen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen! Lesen Sie hier weiter…

 

Im Angesicht des Nordpols

24.02.2020

Vier Monate nach dem Start des MOSAiC Drift-Experimentes ist der Nordpol weniger als 160 Kilometer entfernt. Die aktuellen Vorhersagen internationaler Vorhersagezentren und Forscher, die vom Sea Ice Drift Forecast Experiment (SIDFEx) gesammelt und ausgewertet wurden, lassen offen, ob es sogar noch weiter nach Norden gehen könnte. Aufgrund der schnellen Westwärtsbewegung und des festen Griffs der Transpolardrift ist es jedoch unwahrscheinlich, die Datumsgrenze zu überqueren, d.h. den Nordpol auf der Seite Alaskas zu passieren. Eine weitere gute Nachricht: Die Wahrscheinlichkeit, vor Oktober 2020 in den offenen Ozean zu geraten, beträgt immer noch nicht mehr als 10-15 %.  Lesen Sie hier weiter…

 

 

Meereisausdehnung in der Arktis und Antarktis auf durchschnittlichem Niveau

14. Februar 2020
Im Januar entwickelte sich die Eisbedeckung in der Arktis vergleichbar zu den letzten Jahren. Da die Ausdehnung der Eisfläche in der Arktis durch die Küstenlinie der angrenzenden Landflächen limitiert ist, kann sich das Eis nur in den Atlantischen Sektor, die Grönlandsee und Barentssee, in das Beringmeer und das Ochotskische Meer, sowie westlich von Grönland in der Davisstraße ausdehnen. Die Lufttemperatur über dem Arktischen Ozean war im 925 hPa Druckniveau (circa 762 m) durchschnittlich zwischen 1 bis 3 °C höher als im langjährigen Durchschnitt. Auch weite Teile in Sibirien sind deutlich wärmer als sonst um diese Jahreszeit. Lesen Sie hier weiter…

 

Antarktisches Festeis-Programm in der Atkabucht des AWI feiert 10-jährige Messreihe

31. Januar 2020
Seit nun mehr zehn Jahren werden regelmäßig Messungen des Festeises durchgeführt, welches in der Regel im Südsommer in der Bucht aufbricht und ins Weddellmeer driftet. Die Routinemessungen in der Atkabucht werden vom Überwinterungs Team an der Neumayer Station III durchgeführt. Die Messungen beginnen, sobald das Meereis stabil und sicher zu begehen ist (i.d.R. im Juni) bis hin zum Aufbruch der Bucht im Januar/Februar. Dabei werden im Wesentlichen Schnee-, Festeis- und Plättcheneisdicke entlang eines einheitlichen 24-km Transekts in West-Ost-Richtung über die gesamte Atkabucht gemessen. Lesen Sie hier weiter…

 

Klimatologie atmosphärischer und ozeanischer Antriebsdaten: Wichtige Information für das Verständnis von Meereisbildungsprozessen

7. Februar 2020
Die Atmosphäre ist eine wichtige Komponente im Klimasystem, die entscheidend zur Meereisbildung beiträgt. Lufttemperatur, Luftfeuchte, Druck- und Windfelder bestimmen die Zirkulation und damit die Zufuhr von warmen Luftmassen aus gemäßigten Breiten. Darüber hinaus ist die Ozeantemperatur die wichtigste Komponente, die über das Wachstum oder das Schmelzen von Meereis bestimmt. „Mit den neuen Kartenprodukten in meereisportal.de ist so ein wichtiger Beitrag für die Meereisforschung aber auch für andere wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Akteure (z.B. Fischerei, Schifffahrt, u.a.) gegeben, deren Interesse (ökologisch und ökonomisch) der klimatischen Entwicklung in den Polargebieten gilt“, erklärt Dr. Renate Treffeisen. Lesen Sie hier weiter…

 

 

Das Bojenpatenschafts-Projekt geht nach über zweieinhalb Jahren zu Ende

13. Januar 2020
Die letzte Boje aus dem Bojen-Patenschafts-Projekt war eine Eis-Massenbilanz-Boje (2018M11). Diese hat am 27. November 2019 in der Eisrandzone ebenfalls aufgehört zu senden. Damit ist die Boje für 1 Jahr, 9 Monate und 9 Tage quer durch das Weddellmeer gedriftet und hat dabei über 8200 km hinter sich gebracht. Damit die Kinder von einer solch langen Strecke eine Vorstellung bekommen, beschreibt die Meereisphysikerin dies in der Lebensgeschichte als „Entfernung von Berlin zum Nordpol – und zurück!“. Lesen Sie hier weiter...