Saisonal geringe Meereisbedeckung in der Arktis

25. Mai 2020
In der Antarktis hat sich der Trend des Vormonats fortgesetzt und die Eisausdehnung hat sich auf durchschnittlichem Niveau des langjährigen Mittels fortentwickelt. Ende April betrug die Meereisausdehnung 8,26 Mio. km² und lag damit nur knapp unter dem Durchschnittswert der Jahre 1981 - 2010 und deutlich innerhalb der 2-Sigma Standardabweichung dieses Vergleichszeitraums. In der Arktis ist nach dem historisch niedrigsten Wert der Meereisausdehnung für den Monat April im letzten Jahr 2019 die Eisausdehnung in diesem Jahr nur 204.000 km² größer und rangiert in der Liste der Monatsmittelwerte auf Platz zwei seit 1979. Lesen Sie hier mehr...

Alarmierende Projektionen für die Arktis: Noch vor 2050 dürfte der arktische Ozean im Sommer eisfrei sein!

20. Mai 2020
Ein internationales Forscherteam von 21 Instituten weltweit, angeführt von Prof. Dirk Notz von der Universität Hamburg, Aufsehen hat Forschungsergebnisse aus insgesamt 40 verschiedenen Klimamodellen analysiert, die auch für den kommenden sechsten Sachstandbericht des Weltklimarats (IPCC) verwendet werden. Ein überraschendes Ergebnis dieser Studie war, dass selbst bei einem ambitionierten Klimaschutz das Meereis der Arktis noch vor 2050 in manchen Jahren im Sommer weitestgehend abschmelzen kann und die Arktis dann als eisfrei gilt. meereisportal.de hat Dirk Notz zu den Ergebnissen der Studie befragt und um seine Einschätzung für die weitere Entwicklung gebeten. Lesen Sie hier mehr...

Schnellere Meereisdrift während der MOSAiC-Expedition im Jahr 2020

15. Mai 2020
Ein Forscherteam aus Mitgliedern des Norwegian Meteorological Institute und des Norwegian Polar Institute haben satellitenbasierte Meereisbewegungsdaten genutzt, um die Reise der MOSAiC-Scholle zu rekonstruieren. Ihr Ziel: herauszufinden, ob die Driftgeschwindigkeit tatsächlich schneller war als sie vor ein paar Jahren gewesen wäre. Die hier beschriebene Analyse betrifft die letzten vier Monate der MOSAiC-Expedition. Lesen Sie hier mehr...

Heiß auf Meereis – meereisportal.de kooperiert mit FU Berlin im Bereich Social Media

30. April 2020
Seit 2013 bietet meereisportal.de aufbereitete Daten und Informationen rund um das Thema Meereis an und bündelt wissenschaftliche Erkenntnisse aus erster Hand in deutscher Sprache, um interessierten NutzerInnen einen direkten Zugang zu diesem Themenfeld zu bieten. Informative, verständliche Kommunikation von komplexen Zusammenhängen und Vorgängen steht also im Fokus dieses Projekts, das als ein zentrales Wissenstransferprojekt des Forschungsverbundes REKLIM und des Alfred-Wegener-Instituts gilt. meereisportal.de setzt nun auch mit modernen Kommunikationswegen via Social Media auseinander. Es steht außer Frage, dass heutzutage nicht nur die Qualität der Informationen, sondern auch ihre Distribution und Nachvollziehbarkeit entscheidend sind. meereisportal.de ergreift hier die Initiative und sucht aktiv den Dialog mit jungen, zukünftigen Medienschaffenden. Lesen Sie hier weiter…

Die Arktis startet mit moderaten Eisbedingungen in das Frühjahr

20.04.2020
Die Ausdehnung des Meereises in der Arktis erreichte am 04. März 2020 ihr winterliches Maximum mit 14,98 Mio. km² und nimmt seither kontinuierlich ab. Sie bewegt sich dabei am unteren Rand der zweifachen Standardabweichung und liegt leicht über den Werten von 2019. Der Monatsmittelwert für März betrug 14,51 Mio. km² und liegt damit nur circa 200.000 km² über dem Wert des letzten Jahres. In der Antarktis wuchs die Ausdehnung des Meereises seit dem Überschreiten des dies-jährigen Minimums am 19.02.2020 mit 2,68 Mio. km² schnell an und bewegt sich seither nahezu auf der Kurve des langjährigen Mittelwerts. Lesen Sie hier weiter ...

meereisportal.de geht in die Schule

17.04.2020
Vom 28.1.2020 bis 31.1.2020 fanden am Beisenkamp-Gymnasium in Hamm (Westfalen) die 3. Projekttage statt, die in diesem Jahr unter dem Motto „Beisenkamp for Future“ standen. meereisportal.de hat sich mit dem Thema Meereis an diesen Tagen beteiligt. Insgesamt haben sich 23 SchülerInnen der Jahrgangsstufen 5 bis 11 an drei Tagen intensiv in unterschiedlichen Gruppen mit dem Thema Meereis beschäftigt. Wichtiges Fazit der SchülerInnen: Wir werden die drei Tage voller Arbeit und Informationsflut nicht vergessen und wir werden die Wichtigkeit des Schutzes der Arktis und Antarktis weitertragen. Lesen Sie hier weiter ...

Winter 2019/2020: Geringes Meereisvolumen in der Arktis

03.04.2020

Aus der Kombination von Satellitendaten von der arktischen Meereisfläche sowie dessen Dicke lässt sich die Meereis-Gesamtmenge berechnen. Die typische Änderung des Meereisvolumens über einen Winter lag in den vergangenen Jahren zwischen 5.000 Kubikmetern für das Minimum im Oktober und 20.000 Kubikkilometern für das Maximum der Meereisausdehnung im April. Aktuelle Auswertungen haben ergeben, dass das aus den CryoSat-2/SMOS abgeleitete Meereisvolumen im Januar 2020 der zweit-niedrigste gemessene Wert seit Beginn der Zeitserie war. Lesen Sie hier weiter ...

Moderate Eisbedingungen in der Arktis und Antarktis

10. März 2020
Der Februar / März wie auch der September zählen zu denjenigen Monaten im Jahr, in denen sich in Arktis und Antarktis die minimale bzw. maximale Meereisausdehnung einstellt. Während das sommerliche Minimum der Eisausdehnung in der Antarktis bereits am 19. Februar 2020 mit 2,68 Millionen km² durchschritten worden ist, nimmt die Eisausdehnung in der Arktis seit Ende Februar noch einmal deutlich zu und hat ihr winterliches Maximum noch nicht erreicht. Lesen Sie hier weiter…

Tundra-Waldbrände 2019 – das Gedächtnis der Atmosphäre

6. März 2020
Die verheerenden Waldbrände, die im Sommer 2019 in Kanada, Alaska und Russland wüteten, sind zwar längst nicht mehr Thema der Nachrichten, dennoch lassen sich ihre Nachwirkungen immer noch deutlich in der arktischen Stratosphäre nachweisen. Die Stratosphäre ist dabei der Teil unserer Atmosphäre, der oberhalb von etwa 10 km Höhe liegt.  „Welche Auswirkungen diese ungewöhnliche stratosphärische Konzentration von Aerosolen auf die Meereisbildung in diesem Winter hat, kann derzeit nicht quantifiziert werden. Jedoch ist auch dies ein Forschungsbereich, der während der MOSAiC-Expedition des Teams ATMOSPHERE durch umfangreiche Messungen und Sondierungen nicht nur auf der MOSAiC-Scholle, sondern auch an Landstationen wie AWIPEV untersucht wird, um ihn zukünftig besser in Klimamodellen berücksichtigen zu können. Lesen Sie hier weiter…

DriftStories der MOSAiC-Expedition 2019/2020 durch die zentrale Arktis

28. Februar 2020
Mit den DriftStories werden wir einmal pro Monat eine Wissenschaftlerin oder einen Wissenschaftler des ICE Teams der Expedition vorstellen und Hintergründe zu ihrem / seinem Forschungsfeld beleuchten. Diese Beiträge sollen neben dem wöchentlichen MeereisTicker eine etwas ausführlichere Darstellung der meereisbezogenen Arbeiten vor Ort und eine Einordnung der Forschung in die gesamte MOSAiC-Expedition ermöglichen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen! Lesen Sie hier weiter…

 

Im Angesicht des Nordpols

24.02.2020

Vier Monate nach dem Start des MOSAiC Drift-Experimentes ist der Nordpol weniger als 160 Kilometer entfernt. Die aktuellen Vorhersagen internationaler Vorhersagezentren und Forscher, die vom Sea Ice Drift Forecast Experiment (SIDFEx) gesammelt und ausgewertet wurden, lassen offen, ob es sogar noch weiter nach Norden gehen könnte. Aufgrund der schnellen Westwärtsbewegung und des festen Griffs der Transpolardrift ist es jedoch unwahrscheinlich, die Datumsgrenze zu überqueren, d.h. den Nordpol auf der Seite Alaskas zu passieren. Eine weitere gute Nachricht: Die Wahrscheinlichkeit, vor Oktober 2020 in den offenen Ozean zu geraten, beträgt immer noch nicht mehr als 10-15 %.  Lesen Sie hier weiter…

 

 

Meereisausdehnung in der Arktis und Antarktis auf durchschnittlichem Niveau

14. Februar 2020
Im Januar entwickelte sich die Eisbedeckung in der Arktis vergleichbar zu den letzten Jahren. Da die Ausdehnung der Eisfläche in der Arktis durch die Küstenlinie der angrenzenden Landflächen limitiert ist, kann sich das Eis nur in den Atlantischen Sektor, die Grönlandsee und Barentssee, in das Beringmeer und das Ochotskische Meer, sowie westlich von Grönland in der Davisstraße ausdehnen. Die Lufttemperatur über dem Arktischen Ozean war im 925 hPa Druckniveau (circa 762 m) durchschnittlich zwischen 1 bis 3 °C höher als im langjährigen Durchschnitt. Auch weite Teile in Sibirien sind deutlich wärmer als sonst um diese Jahreszeit. Lesen Sie hier weiter…

 

Antarktisches Festeis-Programm in der Atkabucht des AWI feiert 10-jährige Messreihe

31. Januar 2020
Seit nun mehr zehn Jahren werden regelmäßig Messungen des Festeises durchgeführt, welches in der Regel im Südsommer in der Bucht aufbricht und ins Weddellmeer driftet. Die Routinemessungen in der Atkabucht werden vom Überwinterungs Team an der Neumayer Station III durchgeführt. Die Messungen beginnen, sobald das Meereis stabil und sicher zu begehen ist (i.d.R. im Juni) bis hin zum Aufbruch der Bucht im Januar/Februar. Dabei werden im Wesentlichen Schnee-, Festeis- und Plättcheneisdicke entlang eines einheitlichen 24-km Transekts in West-Ost-Richtung über die gesamte Atkabucht gemessen. Lesen Sie hier weiter…

 

Klimatologie atmosphärischer und ozeanischer Antriebsdaten: Wichtige Information für das Verständnis von Meereisbildungsprozessen

7. Februar 2020
Die Atmosphäre ist eine wichtige Komponente im Klimasystem, die entscheidend zur Meereisbildung beiträgt. Lufttemperatur, Luftfeuchte, Druck- und Windfelder bestimmen die Zirkulation und damit die Zufuhr von warmen Luftmassen aus gemäßigten Breiten. Darüber hinaus ist die Ozeantemperatur die wichtigste Komponente, die über das Wachstum oder das Schmelzen von Meereis bestimmt. „Mit den neuen Kartenprodukten in meereisportal.de ist so ein wichtiger Beitrag für die Meereisforschung aber auch für andere wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Akteure (z.B. Fischerei, Schifffahrt, u.a.) gegeben, deren Interesse (ökologisch und ökonomisch) der klimatischen Entwicklung in den Polargebieten gilt“, erklärt Dr. Renate Treffeisen. Lesen Sie hier weiter…

 

 

Das Bojenpatenschafts-Projekt geht nach über zweieinhalb Jahren zu Ende

13. Januar 2020
Die letzte Boje aus dem Bojen-Patenschafts-Projekt war eine Eis-Massenbilanz-Boje (2018M11). Diese hat am 27. November 2019 in der Eisrandzone ebenfalls aufgehört zu senden. Damit ist die Boje für 1 Jahr, 9 Monate und 9 Tage quer durch das Weddellmeer gedriftet und hat dabei über 8200 km hinter sich gebracht. Damit die Kinder von einer solch langen Strecke eine Vorstellung bekommen, beschreibt die Meereisphysikerin dies in der Lebensgeschichte als „Entfernung von Berlin zum Nordpol – und zurück!“. Lesen Sie hier weiter...