Meereissituation im Weddellmeer

Ein Expeditionsbericht von Dr. Stefanie Arndt

5. Juli 2021
Während das arktische Meereis immer weiter abnimmt, zeigt ein Blick gen Südozean ein anderes Bild: Die Meereisausdehnung nahm in den vergangenen Jahren und Dekaden leicht zu – wenn auch klar erkennbar mit deutlichen zwischenjährlichen Schwankungen und großen regionalen Unterschieden. Die Eissituation im Südozean zu untersuchen war ein Ziel der zu Beginn des Jahres durchgeführten 124. Polarstern-Expedition (PS124). Ein wichtiges Ergebnis, dass es tatsächlich kaum Unterschiede zu den Messungen der letzten Jahre gab! Lesen Sie hier mehr...

 

Der Übergang vom Frühjahr zum Sommer in der Arktis zeigt durchschnittliche Entwicklungen

22. Juni 2021
Das Meereis in der Arktis entwickelte sich im Monat Mai auf durchschnittlichem Niveau der letzten Jahre. Erst zum Ende des Monats hin hat die Eisausdehnung in der Arktis stärker abgenommen und unterschritt den Wert der zweifachen Standardabweichung der Periode 1981 – 2010. In diesen Tagen wurde die Sommersonnenwende auf der Nordhalbkugel erreicht und der Sommer zeigt auch in der Arktis seine größte Wirkung. Die kommenden Monate werden dann entscheidend dafür sein, wie das Schmelzen in der Arktis voranschreitet und sich das Meereis zurückzieht. Lesen Sie hier mehr ...

Die MOSAiC-Expedition im Zeitraffer – Schiffsradaraufnahmen aus 300 Tagen im Eis

12. Mai 2021
FS Polarstern verfügt über mehrere marine Radaranlagen. Eine dieser Antennen lieferte während der MOSAiC Expedition im Minutentakt neue Aufnahmen, die nun spannende Einblicke in die Dynamik des Packeises im direkten Schiffsumfeld ermöglichen: Die MOSAiC Expedition im Zeitraffer - eine einzigartige Videosequenz zusammengestellt aus einer Auswahl von rund 2,5 Millionen Radarbildern. Lesen Sie hier mehr ...

Der unerwartete Siegeszug einer Meereis-App

22. April 2021
Wenn im Mai dieses Jahres deutsche Küstenforscher auf die Nordsee hinausfahren, um die Nährstoffbelastung des Wassers zu messen und dabei erstmals jeden Geräteeinsatz voll automatisiert per App dokumentieren, dann haben sie diesen Service vor allem dem Erfindergeist von AWI-Meereis-Techniker Martin Schiller zu verdanken. Nach einer stundenlangen Suchaktion in der Arktis entwickelte er FloeNavi, ein System zur Navigation und Verortung von Messungen auf dem Meereis. Dessen beliebteste Funktion, den Metadaten-Generator, hat das AWI-Rechenzentrum nun zu einer eigenständigen App ausgebaut. Diese stellen die AWI-Datenmanager jetzt allen Forschenden der Deutschen Allianz Meeresforschung zur Verfügung – mit dem Ziel, wissenschaftliche Daten nachvollziehbarer und transparenter zu machen. Lesen Sie hier mehr...

 

Der Frühling in der Arktis ist gestartet

14.04.2021
Die saisonale maximale Ausdehnung des arktischen Meereises ist überschritten, die Sonne am Nordpol ist wieder aufgegangen und damit ist die lange Polarnacht vorbei. Die für März 2021 gemittelte arktische Meereisausdehnung betrug 14,72 Millionen Quadratkilometer. Die Lufttemperaturen auf 925 hPa lagen im März in Nord-Eurasien bis zu 5 Grad Celsius unter dem Durchschnitt und erstreckten sich über Alaska nach Osten. Im atlantischen Sektor der Arktis lagen die Temperaturen hingegen 1 bis 3 Grad Celsius über dem Durchschnitt. Nachdem der Index der Arktischen Oszillation den größten Teil des vergangenen Winters in einer anhaltenden negativen Phase verblieben war, war er im März überwiegend positiv, jedoch mit starken Schwankungen. Dies bedeutet eher westliche Windlagen, die wärmere Atlantikluft nach Nordeuropa treiben.
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Meereis-Boje nach langer Reise durch die Arktis wieder geborgen

31. März 2021
Die Thermistorboje (2018T52) wurde am 14.09.2018 in der Arktis ausgebracht und hat bis zum 04.07.2020 von dort Daten gesendet. Sie hat eine beeindruckende Reise durch die zentrale Arktis hinter sich gebracht und auch ihre Rückkehr nach Bremerhaven ist eine spannende Geschichte! Thermistorbojen sind eigentlich nicht schwimmfähig und fallen ins Meer, sobald das Eis die Boje nicht mehr tragen kann. Das bedeutet, dass diese Bojen meist nicht geborgen werden können und verloren gehen. Die Boje 2018T52 erreichte jedoch am 04.07.2020 die Insel Jan Mayen, eine kleine Vulkaninsel ca. 550 km nördlich von Island in der Grönlandsee. Dort wurde sie am 6. Oktober 2020 am Strand von Jan Mayen von den Cheftechnikern Pål Lunde und Jared Elgvin der Wetterstation in der einzigen Siedlung Olonkinbyen gefunden.
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Sommerliches Meereisminimum in der Antarktis durchschritten

19. März 2021
Die Eisausdehnung in der Antarktis hat am 17. Februar 2021 mit 2,79 Millionen km² ihr diesjähriges Minimum erreicht. Drei Regionen zeichnen sich aus, in denen die Eisausdehnung deutlich geringer gegenüber dem Langzeitmittel ist. Eine Region ist im nordwestlichen Weddellmeer, wo die Eiskante bis weit südlicher als 65° S zurückgewichen ist (Abb. 4). Dies war in dieser Region zuletzt im Jahr 2009 der Fall. Ein zweiter eisfreier Bereich im Weddellmeer tut sich in der südöstlichen Region im nördlichen Filchner Trog auf, wo sich eine große Polynja ausgebildet hat und offene Wasserflächen bis vor das Filchner Schelfeis gewährt. In dieser Region ist derzeit auch der Forschungseisbrecher Polarstern auf dem Fahrtabschnitt PS124 unterwegs und findet günstige Bedingungen für das ausgedehnte ozeanographische, biologische und bio-geochemische Forschungsprogramm im südöstlichen Weddellmeer.
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Übernahme des „Atlas of Antarctic Sea Ice Motion“ des KIT in das Daten- und Informationsportal meereisportal.de

05.03.2021
Kontinuierliche Datensätze aus den Polargebieten sind wertvolle Zeugen eines Klimawandels, wie er bereits seit den 1980er Jahren global sichtbar ist. Hierzu zählen auch Daten zur Meereisentstehung und -dynamik im antarktischen Packeisgürtel. Mit dem Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zum Antarktisvertrag 1979 und dem Bau einer dauerhaft betriebenen Antarktisstation Georg-von-Neumayer war die Grundlage für regelmäßige Untersuchungen in dieser sonst schwer zugänglichen Region gegeben. In diesem Kontext entstand der Meereisatlas. Der KIT-Atlas of Antarctic Sea Ice Motion wurde nun für eine dauerhafte Bereitstellung vom meereisportal.de am AWI übernommen und kann zukünftig auch mit anderen Datensätzen nach 1998 zusammengeführt werden. Lesen Sie hier mehr...

Meereisentwicklung in beiden Polarregionen auf normalem Niveau

15.02.2021
Nachdem das Jahr 2020 in der Arktis mit vielen Rekorden aufwarten konnte, ist die Jahreswende eher weniger spektakulär verlaufen, wie eine genauere Betrachtung der Monate Dezember und Januar zeigt. Besonders prägend für die aktuelle Wintersaison in der Arktis ist die Temperaturanomalie, die in der Laptewsee, der zentralen Arktis und über Ostgrönland und dem Norden Kanadas im Dezember bereits bis zu 5°C oberhalb des langjährigen Mittels von 1971 – 2000 lag. Die mit diesem Temperaturmuster im Januar verbundene atmosphärische Zirkulation wurde von hohem Druck über Sibirien und niedrigem Druck über dem nördlichen Nordatlantik und dem Nordpazifik dominiert. Lesen Sie hier weiter...

DriftStories aus der zentralen Arktis – Ein Jahr, eine Scholle – Meereisforschung extrem!

20.01.2021
Noch nie haben Forschende das Meereis der Arktis so umfassend untersuchen können, wie auf der internationalen MOSAiC-Expedition des Forschungseisbrechers Polarstern. Ein Jahr lang ist das Schiff mit dem Eis durch die zentrale Arktis getrieben; ein Jahr lang haben die Männer und Frauen das Eis mithilfe modernster Technik unter die Lupe genommen.

Welche Herausforderungen es dabei zu meistern galt und was sie herausgefunden haben im polaren Hotspot des Klimawandels, erzählen sie in den folgenden zehn DriftStories, die nun ebenfalls in gedruckter Form in dem Band „DriftStories aus der zentralen Arktis“ vorliegen.

Lesen Sie hier die online-Version der Einleitung des Bandes.
Eine komplette Fassung des Bandes kann darüber hinaus hier als PDF abgerufen oder als kostenlose Printversion bei info@reklim.de bestellt werden.

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