Heiß auf Meereis – meereisportal.de kooperiert mit FU Berlin im Bereich Social Media

30. April 2020

Seit 2013 bietet meereisportal.de aufbereitete Daten und Informationen rund um das Thema Meereis an und bündelt wissenschaftliche Erkenntnisse aus erster Hand in deutscher Sprache, um interessierten NutzerInnen einen direkten Zugang zu diesem Themenfeld zu bieten. Informative, verständliche Kommunikation von komplexen Zusammenhängen und Vorgängen steht also im Fokus dieses Projekts, das als ein zentrales Wissenstransferprojekt des Forschungsverbundes REKLIM und des Alfred-Wegener-Instituts gilt. Damit einher gehen selbstverständlich auch neue, im Zeitalter der Digitalisierung übliche Ansprüche und Herausforderungen an eine derartige Wissensplattform. Denn neben inhaltlicher Genauigkeit und wissenschaftlicher Relevanz sind natürlich auch eine bessere Sichtbarkeit und die Schaffung von Transparenz unser Anliegen. Was liegt da näher, als sich auch mit den Vorteilen moderner Kommunikationswege via Social Media auseinander zu setzen?  Es steht außer Frage, dass heutzutage nicht nur die Qualität der Informationen, sondern auch ihre Distribution und Nachvollziehbarkeit entscheidend sind. meereisportal.de ergreift hier die Initiative und sucht aktiv den Dialog mit jungen, zukünftigen Medienschaffenden.

Aus diesem Grund entstand die Kooperation mit dem Studiengang Publizistik und Kommunikationswissenschaften der FU Berlin, die seit 2016 besteht und dabei im Seminar „Methoden und Strukturen der PR-Praxis“, eine jährlich wechselnde Gruppe von jungen angehenden ExpertInnen in die Arbeit des Portals einbindet. Unter der Leitung von Professorin Dr. Tong-Jin Smith machen die angehenden Medienschaffenden sich an die Ausarbeitung von Konzepten zur Darstellung von meereisportal.de auf verschiedenen Social Media Kanälen, wobei es für die Studierenden eine besondere Herausforderung darstellt, ein ihnen bis dahin wenig bekanntes Themengebiet zu erschließen und anschließend auch fachgerecht darzustellen. Die Vorteile liegen für Tong-Jin Smith auf der Hand: „Junge Nutzer kennen Wirkung und Mechanismen von Social Media aus ihrem persönlichen Alltag, beschreiten so aktiv neue Wege an Informationen zu gelangen, die danach auch in ihrem Netzwerk geteilt werden und nutzen visuelle Darstellungen, um Information zu illustrieren. Social Media ist in der öffentlichen Kommunikation ein wichtiges Element geworden, um Aufmerksamkeit für Themen zu erzeugen die einer Nutzergemeinde am Herzen liegen“. Im Rahmen von Seminaren zu Marketingstrategien genießen die Studierenden viele Freiheiten und lassen Kreativität und eigene Erfahrungen in die Planung einfließen, um alternative Wege der Informationsvermittlung zu erschließen. Die Social Media Kanäle von meereisportal.de komplettieren daher heute das Angebot für Meereisinteressierte und haben schon so manche spannende Idee angestoßen.

In den Seminaren werden in Teams Strategien entwickelt, regelmäßige, aktuelle Nachrichten zum Thema Meereis vorzubereiten und zu posten. Hierfür verlangt jeder Social Media Kanal eine unterschiedliche Form der Darstellung, die sich an den jeweiligen technischen Möglichkeiten und Nutzergruppen orientiert, wodurch auch gleiche Themen unterschiedlich umgesetzt werden. Die Themen werden in den Teams vorbereitet und mit den Betreuern abgesprochen, die auch in direktem Kontakt zum meereisportal.de-Team stehen. So sind eine Qualitätskontrolle sowie eine Absicherung von Quellen und Richtigkeit der Nachrichten gegeben. Die Studierenden lernen, wie sich Meldungen verbreiten und wie auch auf Rückfragen reagiert werden kann. (???). Die einzelnen Kanäle haben so eine gute Verbreitung und regelmäßige LeserInnen gefunden. Einblicke in die Arbeitsabläufe und den Mehrwert dieser Kooperation finden sich im Artikel des REKLIM-Magazins „Wissenschaftskommunikation - Klimawissen für angehende Journalisten “(https://www.reklim.de/magazin/wissenschaftskommunikation). Dr. Renate Treffeisen, die das Medienprojekt für REKLIM angestoßen hat und federführend betreut, berichtet begeistert: „Gerade in der heutigen Situation, den immer häufiger eingesetzten „Fake News“ und dem damit verbundenen „Realitätsverlust“, ist es uns besonders wichtig, dieser Entwicklung mit echten Fakten etwas entgegenzusetzen. Um dies tun zu können, bedarf es aber gut ausgebildeter „Vermittler“ und das sind Medienschaffende. Je früher sie verstehen, was Wissenschaft leistet, wie Wissenschaftler arbeiten und wie sie ihr Wissen erarbeiten, umso eher werden sie dieses auch vermitteln können und wollen. Gerade im Dialog und der Auseinandersetzung mit den Studierenden der Freien Universität Berlin im Seminar von Tong-Jin Smith wird ein wichtiger Prozess in Gang gesetzt, von dem beide Seiten sehr viel für ihre jeweils eigene Arbeit lernen können.“

In der Umsetzung der Nachrichten und Informationen sind Unterhaltung und Wissensvermittlung keinesfalls unvereinbare Gegensätze, wie beispielsweise die aktuelle mediale Begleitung der größten Forschungsreise in die Arktis, der MOSAiC-Expedition, zeigt. Neben Artikeln und Beiträgen zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen, laden insbesondere bei Instagram auch unterhaltsame Stories oder interaktive Quizfragen zum Mitmachen und Teilhaben ein. Auch bei Twitter stoßen die ausgewählten Inhalte auf reges Interesse und sorgen für einen konstanten Austausch unter den Meereisinteressierten. Mittlerweile hat sich dadurch eine wachsende Community von interessierten Followern angeschlossen, die untereinander bestens vernetzt ist und dabei nicht nur aus Wissenschaftlern besteht. Durch die öffentliche Debatte über Erderwärmung und Klimawandel besteht bei vielen Menschen der Bedarf, mehr über das Thema herauszufinden und dabei nicht mehr nur den Schlaglichtern medialer Berichterstattung zu folgen. Des Weiteren bietet sich dank exklusiver Inhalte ein einmaliger Blick hinter die Kulissen, wenn ForscherInnen über ihre Erfahrungen während der Expedition oder individuellen Vorbereitungen auf ein solches Abenteuer berichten. „Die Social Media Kanäle sind ein toller Weg um eine Vielzahl an Informationen zu sammeln und in einen Kontext zu setzen, wodurch sie einen echten Mehrwert darstellen. Wir können gemeinsam dafür sorgen, dass Nachrichten aus dem Themenbereich Meereis in Arktis und Antarktis ihren Weg in die Öffentlichkeit finden und dort künftig zu einem Umdenken bezüglich Klimawandel beitragen“, beschreiben Saskia Busler und Timo Liebergesell ihre Arbeit in den Seminaren. Saskia und Timo sind seit 2018 als Ansprechpartner vor Ort in den Seminaren für meereisportal.de tätig und bilden die Schnittstelle zwischen den Studierenden und dem meereisportal-Team in Bremerhaven.

Social Media Kanäle des meereisportal.de:
Twitter: twitter.com/meereisportal
Instagram: instagram.com/meereisportal.de
Facebook: facebook.com/meereisportal.de

Kontakt:

Timo Liebergesell
Saskia Busler
Dr. Tong-Jin Smith (FU Berlin)
Dr. Renate Treffeisen (AWI )

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info(at)meereisportal.de