Hintergrund

Die Bemühungen des SEARCH (Study of Environmental Arctic Change) Sea Ice Oulooks ist eine Antwort der wissenschaftlichen Gemeinschaft auf die Notwendigkeit, das arktische Meereissystem besser zu verstehen, ausgelöst durch den drastischen und unerwarteten Meereisrückgang im Jahr 2007. Entstanden ist das Projekt auf einer Diskussion im Rahmen des „Arctic Observation Integration Workshops“ im März 2008 in Palisades, New York.

Sea Ice Outlook erzeugt während der arktischen Meereissaison monatliche Berichte, die auf einem offenen und umfassenden Prozess Informationen aus einer großen Bandbreite von verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven zusammenfasst:

  • Jeden Sommer, während der Schmelzsaison des Meereises, wird die arktische Wissenschaftsgemeinschaft dazu aufgefordert, Informationen über den erwarteten Zustand des arktischen Meereises im September zu geben.
  • Die eingereichten Beiträge der wissenschaftlichen Gemeinschaft werden dann zusammengefasst und von der Steuerungsgruppe („Sea Ice Outlook Core Integration Group and Advisory Group") begutachtet.
  • Es wird ein monatlicher Bericht erstellt, der die Entwicklung und den erwarteten mittleren Zustand des arktischen Meereises im September wiedergibt, auf Beobachtungen und Analysen der Wissenschaftler basiert und mit diesen in Einklang steht.
  • Dieser Prozess der monatlichen Berichterstattung wird jährlich bis September wiederholt.
  • Eine rückblickende Analyse am Ende der Saison fasst den Erfolg von Sea Ice Outlook in Bezug auf die Fortschritte im Verständnis des arktischen Meereissystems zusammen und gibt einen Ausblick auf daraus entstehende mögliche zukünftige Forschungsschwerpunkte.


Das SEARCH Sea Ice Outlook wird durchgeführt in einer engen Kooperationen mit dem DAMOCLES Programm und anderen wichtigen nationalen und internationalen Forschungsvorhaben. Die Aktivitäten von Sea Ice Outlook werden durch die amerikanische National Science Foundation (NSF) und die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) unterstützt.

Die erzeugten Outlooks sind keine sicheren Vorhersagen; ihr Ziel ist es vielmehr, eine Diskussion über die Physik und die Faktoren, welche eine sommerliche Meereisschmelze beeinflussen, in Gang zu bringen. Dabei ist das erzeugte Ergebnis des Gesamtprozesses dieser Bemühung weitaus größer als die der einzelnen Beiträge.

Methoden der Meereisvorhersage

Hier findet sich eine Liste der Methoden, die von den Forschern im Rahmen des Sea Ice Outlook zur Berechnung ihrer Vorhersagen verwendet werden.

Modellierung

Ein Modell ist eine mathematische Darstellung von physikalischen Prozessen der realen Welt. Wissenschaftler benutzen Modelle, um Meereisprozesse zu simulieren.

Heuristische Methoden
Sie repräsentieren sogenannte „Faustregeln“ oder das „Prinzip von Versuch und Irrtum“ zur methodischen Problemlösung basierend auf Entdecken und Experimentieren.

Statistische Methoden

Statistik ist ein Teilgebiet der Mathematik, die sich auf die Sammlung, Analyse und Interpretation von Daten bezieht. Unter der Verwendung von statistischen Methoden können Wissenschaftler Daten zusammenfassen, Muster identifizieren und die Unsicherheit in Beobachtungen berücksichtigen.

Modellierung und Statistische Methoden

Hierbei werden die Aspekte beider Methoden miteinander verbunden. Ein statistisches Model nutzt eine Reihe von mathematischen Gleichungen, um das Verhalten mit Hilfe von Zufallsvariablen und Wahrscheinlichkeiten zu beschreiben.

Heuristische und statistische Methoden

Die Verbindung dieser beiden Methoden benützt das „Prinzip von Versuch und Irrtum“, um ein Problem zu lösen in Verbindung mit der statistischen Analyse realer Daten.