Bunt-gestaltete Bojen gehen auf Reise

Seit Jahren bringen wir auf arktischem und antarktischem Meereis sogenannte autonome Messsysteme aus. Diese Bojen driften mit dem Meereis durch den Ozean. Während ihrer Drift messen sie verschiedenste Parameter des Meereises, wie z.B. die Temperatur und die Dicke der Schneeauflage. Mithilfe einer Satellitenverbindung werden diese physikalischen Messungen zusammen mit der aktuellen Position der Boje nach Hause gesendet – sodass wir Wissenschaftler am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven immer wissen, wo unsere Bojen gerade sind und wie es ihnen geht.

In einem aktuellen Projekt der Sektion Meereisphysik wurden nun seit April dieses Jahres junge Künstler gesucht, die Bilder malen, welche dann mit den Bojen auf Reise gehen. Bis zum 15. Juli gingen hierfür über 50 Kunstwerke im Schollen-Postamt der AWI-Wissenschaftlerin Stefanie Arndt ein. Da nun die Expedition in die Arktis leider nicht wie geplant stattfinden konnte, wird die Meereisphysikerin alle Bilder mit auf ihre Expedition in den Süden nehmen, die Mitte Januar 2018 von Kapstadt aus startet. Damit die Zeit für die Kinder bis dahin nicht zu lang wird, lässt die Wissenschaftlerin die Kids schon jetzt an den Pack- und Expeditionsvorbereitungen teilhaben.

Sobald es dann soweit ist und die Bojen mit den Bildern auf den Schollen aufgebaut sind, kriegen die Kinder regelmäßige Statusmeldungen aus dem Schollen-Postamt, wie es „ihrer“ Boje geht. Am Ende der Drift, wenn also die Scholle geschmolzen ist oder die Boje aus anderen Gründen keine Daten mehr sendet, bekommen die jeweiligen kreativen Paten eine Patenschafts-Urkunde zusammen mit einer kleinen Lebensgeschichte ihrer Boje.

Wir sind gespannt welche Wege die bunt gestalteten Bojen durch das eisbedeckte Südpolarmeer wählen werden!

 

Neuigkeiten und Statusmeldungen vom Bojen-Projekt gibt es hier...