Polarsternexpedition ANT-XXX/2

Am 2. Dezember 2014 startete das Forschungsschiff Polarstern von Kapstadt, Südafrika, zur Antarktisreise PS89 (ANT-XXX/2).
Unter der Fahrtleitung von Dr. Olaf Boebel wird ein internationales Forscherteam ozeanographische, biologische und meereisphysikalische Forschungsarbeiten im Südpolarmeer durchführen. Weiterer Programmpunkt ist das Anlaufen der deutschen Neumayer-Station. Diese muss für die kommende Überwinterung mit Proviant und Treibstoff versorgt werden.

Aktuelle Information: Polarstern wird die Antarktis-Expedition ANT-XXX/2 früher als geplant beenden. Wegen hydraulischer Probleme beim Backbordantrieb kehrt das Schiff bereits Mitte März für Reparaturarbeiten nach Bremerhaven zurück.
Weitere Informationen (Pressemitteilung des Alfred-Wegener-Instituts vom 6. Januar 2015)

Aktuelle Berichte

Zurück in Kapstadt

Kapstadt +++ 33° 55’ S, 18° 36’ O +++ 25°C, Sonnenschein +++

2. Februar 2015
(Von Marcel Nicolaus)

Wir sind zurück in Kapstadt! Wer hatte vor gut 2 Monaten gedacht, dass Polarstern am Ende einer Reise auf einem anderen Kontinent einläuft als geplant? Aber nun haben wir nach 6513 Seemeilen alle wieder festen Boden unter den Füßen.
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Vom Packen und Putzen auf Zick-Zack-Kurs

350 sm vor Kapstadt +++ 39° 20’ S, 16° 20’ O +++ +22°C, Sonnenschein, leichter Seegang +++

30. Januar 2015
(von Marcel Nicolaus)

Auf der Überfahrt von der Eiskante nach Kapstadt haben wir so einige Tiefdruckgebiete auf unserer Route angetroffen. Die damit verbundenen Stürme haben das Schiff auch gut in Bewegung versetzt, aber extreme Winde und Wellen sind uns zum Glück erspart geblieben. Dazu hat vor allem die ständig aktualisierte gute Wettervorhersage beigetragen.
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Anatomie einer Sichtung

49°00‘ S, 12° 55‘ O +++ +5°C, 2 m Dünung, 1 m Windsee +++

27. Januar 2015
(von Sacha Viquerat)

Eiskalt weht den drei tapferen „marine mammal observern“ auf dem Krähennest seit einer Stunde der antarktische Wind um die Polaranzüge. Wir sind bei der Hälfte der letzten Schicht angelangt, in knapp 16 Minuten geht unsere Schicht zu Ende. Die Ausbeute an Sichtungen war bis jetzt gering: einzig eine Gruppe antarktischer Zwergwale mit zwei Tieren hatte am frühen Morgen um 06:10 Uhr in dichtem Eis über strahlend blauem Wasser durch ihren Blas unsere Aufmerksamkeit erregt. Plötzlich, um 06:14 Uhr, erscheint ein weiterer Blas inmitten des Eises.
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Krill und das letzte Eis

Südozean +++ 60°’14’ S, 00°12’ E +++ -1 °C, offenes Wasser +++
25. Januar 2015
(von Fokje Schaafsma, Übersetzung: Ina Lefering)

Im letzten losen Meereis haben wir noch einmal die Gelegenheit bekommen unsere Netze, SUIT und RMT, zu fahren. Wir haben uns sehr gefreut, da wir aufgrund des Zeitverlustes und unserer Routenänderung wenig Gelegenheit hatten unterm Meereis zu fischen.
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Wieder nordwärts

Südozean +++ 66°’46’ S, 00°11’ E +++ -1 °C, starke Winde, offenes Wasser +++
21. Januar 2015
(von Jan Andries van Franeker; Übersetzung: Ina Lefering)

Nun sind wir wieder auf dem Weg zurück nach Kapstadt. Unser beschädigter Backbord-Propeller wurde auf Vorwärtsfahrt festgestellt und wird hinzugeschaltet, sobald alle Forschungsaktivitäten abgeschlossen sind. Wir haben die Polynya nahe der Neumayer Station am 13. Januar verlassen. Ein 30 bis 40 Meilen breiter Gürtel aus sehr dichtem Meereis versperrte uns den Weg nach Norden.
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Autonome Meereisbojen liefern Informationen aus dem Eis

Weddellmeer+++ 66° 58’ S, 0° 0’ W +++ -1,1°C, Windstärke 9, offenes Wasser +++

19. Januar 2015
(von Sandra Schwegmann)

Unser Forschungsprogramm neigt sich dem Ende entgegen und alle Arbeiten im Meereis sind seit gestern abgeschlossen. Wir haben den eisbedeckten Teil des Ozeans verlassen. Zuletzt haben wir noch einige der verbleibenden Meereisbojen ausgebracht. Sie sollen über den kommenden antarktischen Winter Informationen zum Meereiswachstum, zur Schneeakkumulation und zur Meereisbewegung liefern.
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Unterwasserwelten

100% Eisbedeckung +++ 70° 15’ S, 9° 30’ W +++ -3°C, Sonnenschein +++
15. Januar 2015
(von Stefanie Arndt und Marcel Nicolaus)

Türkis-blaue Unterwasserwelten, kleine Höhlen an der Unterseite des Meereises, Krill-Schwärme, die vorbeiziehen. In diese faszinierende Welt können wir dank der Videokameras an Siri eintauchen. Wir haben Siri, unser kleines ferngesteuertes Unterwasserfahrzeug (Remotely Operated Vehicle, ROV) mitgenommen, da sie uns Tauchfahrten mit Strahlungssensoren erlaubt.
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Ebbe und Flut am Schelfeisrand

Antarktis +++ 70° 31’ S, 8° 45’ W +++ -2°C, bewölkt, Schneeschauer +++
11. Januar 2015
(von Peter Lemke)

Für die Übergabe der Treibstoffe (380.000 Liter Arctic Diesel und 60.000 Liter Flugzeugbenzin) für die Versorgung der Neumayer-Station war es wichtig, einen Platz zu finden, an dem Polarstern für mindestens 24 Stunden völlig stabil liegen konnte, denn der Treibstoffschlauch durfte nicht unter Spannung geraten. Wir wählten eine Ausbuchtung der Schelfeiskante, die zusätzlich durch einen etwas nördlich auf dem Meeresboden gestrandeten Eisberg vergrößert wurde.
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Tage und Wochen an Bord

+++ 70° 31’ S, 8° 45’ W +++ -3°C, Windstärke 6 +++
11. Januar 2015
(von Marcel Nicolaus)

An Bord von Polarstern ist immer etwas los, man könnte sagen „das Schiff schläft nicht". Wir leben und arbeiten hier im 24-Stunden Rhythmus; 24 Stunden in denen es immer hell draußen ist, mal mehr mal weniger, das hängt vor allem von der Bewölkung ab. Viele an Bord leben im Schichtbetrieb. Es gibt üblicherweise drei Schichten: 0-4 Uhr, 4-8 Uhr und 8-12 Uhr, die sich alle zwölf Stunden wiederholen. Andere arbeiten zumeist tagsüber, es gibt verschiedenste Arbeitszeitmodelle hier.
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Geräusche im Ozean

Antarktis +++ 70° 33’ S, 8° 50’ W +++ -3°C, bewölkt, nördliche Winde +++
08. Januar 2015
(von Karolin Thomisch, Stefanie Spiesecke und Ina Lefering)

Die Verankerungen, die wir ausbringen, enthalten auch zwei Typen akustischer Geräte der Arbeitsgruppe „Ozeanische Akustik“: zum einen akustische Unterwasserrekorder und zum anderen sogenannte Schallquellen. Die Rekorder sind mit einem Hydrophon ausgestattet, ‘horchen’ damit in die Wassersäule und zeichnen kontinuierlich die Geräusche unter Wasser auf.
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Zurück nach Kapstadt

Atkabucht +++ 70° 15’ S, 8° 9’ W +++ -3,2°C, bewölkt, Windstärke 5 aus Nordost +++

7. Januar 2015
(von Marcel Nicolaus)

Vor 12 Tagen haben wir zum ersten Mal die Neumayer-Station gesehen, wie sie über dem Schelfeis hinter der Atkabucht aus dem großen Weiß herausragt. Unsere Aufgabe ist es immer noch die Station mit Treibstoff (Diesel) zu versorgen. Doch leider konnten wir diese Aufgabe bislang nicht komplett beenden. Zur Zeit verhindert starker Wind, dass wir den Diesel über einen langen Schlauch in Tankcontainer auf dem Schelfeis pumpen können.
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Die Neumayer-Station

Antarktis +++ 70° 40’ S, 8° 16’ W +++ -6°C, bewölkt, leichte Brise aus Südwest +++
04. Januar 2015
(von Peter Lemke)

Neben der Unterstützung von Forschungsprojekten hat Polarstern auf dieser Fahrt zusätzlich die Aufgabe, die 17 Kilometer von Schelfeisrand entfernte Neumayer-Station mit Nahrungsmitteln, Ersatzteilen und Treibstoffen für die kommende Überwinterung zu versorgen.
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Die Vermessung der Atkabucht

Atkabucht+++ 70° 32’ S, 08° 04’ W +++ -1,9°C, Sonnenschein und leichter Schneefall +++
01. Januar 2015
(Von Sandra Schwegmann)

Seit sechs Tagen befinden wir uns, nur wenige Kilometer vor der Neumayer III Station, in der Atkabucht. Oder besser gesagt, kurz davor. Wie jedes Jahr um diese Zeit, versorgt Polarstern die Neumayer III Station mit Lebensmittel, wissenschaftlicher und technischer Ausrüstung sowie Treibstoff. Doch dieses Jahr ist der Weg dorthin nicht gerade leicht. Eine dicke Meereisdecke von 5 km Breite versperrt uns den Weg zum Schelfeisanleger, wo die Entladung von Polarstern normalerweise abgehandelt wird. Dieses sogenannte Festeis ist direkt am Schelfeis angefroren und verfügt auch über keine Risse und Spalten, die das Eisbrechen erleichtern würden.
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Stets in Aktion: Im Wasser und auf dem Meereis

Antarktischer Ozean +++ 70° 32’ S, 8° 5’ +++ -2,8°C, Sonnig bis bewölkt  +++ viel Arbeit +++ bezaubernde Eislandschaft
29. Dezember 2014
(von Jan Andries van Franeker)

Morgen sind wir schon vier Wochen unterwegs auf unserer Antarktisexpedition. Wochen, die so vollgepackt waren, dass ich nicht eher zum Schreiben gekommen bin. Von Kapstadt aus ist die Polarstern zunächst richtung Südwesten gefahren, bis zum Greenwich-Meridian (0°). Von diesem Punkt aus folgen wir dem Nullmeridian geradewegs nach Süden, bis wir beinah auf den antarktischen Kontinent auflaufen. Inzwischen sind wir schon sehr weit gekommen.
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Frohe Weihnachten

Antarktis +++ 69° 26’ S, 005° 34’ W +++ minus 5°C, bewölkt und Windstärke 3 +++
25. Dezember 2014
(von Martin Schiller)

Deutschland, die Familien und Freunde sind viele tausend Kilometer nördlich von uns. Gerne wäre ich jetzt zuhause im Kreis meiner Lieben. Weihnachten – für manche ein Fest der Familie, für andere ein kulturelles Ereignis und manche feiern die Geburt von Jesus Christus dem Sohn Gottes. Dieser macht Religion ganz einfach, indem er sagt, dass wir unseren Schöpfer ehren sollen und unsere Mitmenschen lieben wie uns selbst.
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Die erste Eisstation

Kurz vor dem antarktischen Kontinent +++ 68° 39’ S, 00° 03’ O +++ -5.4°C, bewölkt, 90% Eisbedeckung +++
23. Dezember 2014
(von Julia Ehrlich und Marcel Nicolaus)

„Morgen ist Eisstation", das war das Motto seit Mitte letzter Woche. Aber zunächst war das Meereis doch noch nicht stabil genug, um sicheres Arbeiten auf dem Eis zu ermöglichen; dann war es sehr nebelig, wir hatten nahezu „white out" Bedingungen; zwischendurch passte es nicht in den Stationsplan, denn solch große Stationen sollten zu „normalen" Tageszeiten stattfinden, aber dann passte am letzten Freitag Nachmittag alles.
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Unser Vogel fliegt

+++ 68° 39’ S, 00° 03’ O +++ -5.4°C, bewölkt +++
21. Dezember 2014
(von Sandra Schwegmann)

Es hat ein paar Tage gedauert, aber endlich ist unser EM-Bird MAiSIE (engl. Bird = Vogel) voll einsatzfähig und das Wetter hat sich soweit verbessert, dass wir Flugerlaubnis bekommen. Die Wettersituation ist eine der wichtigsten Voraussetzungen um überhaupt einen Messflug durchführen zu können. In unserem Fall kommt es besonders auf gute Kontraste an. Diese sind nicht immer leicht zu bekommen, denn bei Bewölkung verschmelzen die Wolken in der Ferne gerne mit dem Meereis; der Horizont ist nur allzu oft nicht mehr klar erkennbar. Aber so nicht heute, heute sind die Bedingungen gut.
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Aus einer anderen Welt

+++ 65° 04.4’ S, 0° 0.4’ W +++ Lufttemperatur -3°C +++ Zwischen dicht gepacktem Meereis und eisfreiem Wasser +++
18. Dezember 2014
(von Stefanie Klebe)

Lockere Eisbedeckung wechselt mit dicht gepackten Schollen. Wir haben einen Kurs durch eisfreiere Gebiete gewählt, um möglichst schnell zur nächsten Station zu gelangen. Doch ausgerechnet dort, wo es gilt, eine Verankerung, gespickt mit diversen Messinstrumenten, Sensoren und Auftriebskörpern, nach zwei Jahren Dienst zu bergen, finden wir eine weiße Fläche.
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Mit Siri und MAiSIE unter und über der perfekten Eisscholle

Im Eis +++ 63° S, 0° W +++ -3°C, Schneeschauer, ein Meter dickes Meereis +++

16. Dezember 2014
(von Stefanie Arndt)

Umgeben von kleinen und großen, dicken und dünnen, beschneiten und weniger beschneiten Eisschollen machen wir uns weiter auf den Weg in Richtung Süden. Eins haben alle Schollen gemein: Sie sind nur einige Quadratmeter groß und damit zu klein, um darauf arbeiten zu können. Zeit für uns sechs Meereisphysiker Bord unsere spätere Arbeit auf und um die perfekte Eisscholle vorzubereiten.
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Das erste Eis: Eisberge und Meereis

Im Meereis +++ 60° 30’ S, 0° 7’ O +++ -1,7°C, nebelig, Treibeisfelder mit circa 30 % Meereisbedeckung +++
14. Dezember 2014 (3. Advent)
(von Marcel Nicolaus)

„Endlich haben wir das Meereis erreicht" freuen sich viele an Bord, ganz besonders aber zwei Gruppen: Diejenigen, deren Forschung sich rund um das Meereis dreht, und diejenigen, die zum ersten Mal in die Antarktis reisen und höchst gespannt auf diese atemberaubende Kulisse gewartet haben. Seit vorgestern ist das Gefühl aufgekommen „wir sind in der Antarktis angekommen“. Am Freitagmorgen wurden wir bei strahlendem Sonnenschein mit einem großen Tafeleisberg quer ab wach.
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Auf dem Greenwich Meridian

Antarktischer Zirkumpolarstrom +++ 54° 30’ S, 0° 0’ O +++ -1,1°C, teils sonnig, teils bewölkt und Windstärke 8 +++

11. Dezember 2014
(von Peter Lemke)

Seit gestern fahren wir begleitet von stürmischem Wind entlang des Greenwich Meridians nach Süden. Auf den nächsten knapp 800 Seemeilen werden wir das Weddellmeer zum antarktischen Kontinent hin durchqueren und unter anderem ein ozeanografisches Messprogramm durchführen, in dem wir mit dem Kranzwasserschöpfer das Temperatur- und Salzgehaltsprofil bis zum Ozeanboden messen und Wasserproben in verschiedenen Tiefen nehmen.
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Zwischen den Fronten

45° 45‘ S, 6° 5‘ O +++ 6,9°C, sonnig, ruhige See +++
10. Dezember 2014
(von Sacha Viquerat)

Die Polarstern rückt stetig ihrem natürlichem Habitat entgegen und spürt bereits die ersten Boten aus den eisigen Gefilden jenseits von 60°S. Die Lage zwischen zwei Tiefs über Gough und Bouvet Island beschert uns an diesem Tag wunderbar klares Wetter mit vergleichsweise niedriger Dünung und guten Sichtbedingungen. Optimale Voraussetzungen also, erste systematische Walbeobachtungen zu machen.
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Eine Fahrradtour ins Eis

Südatlantik +++ 43° 59’ S, 7° 39’ O +++ 8°C, Sonnig und Windstärke 5 +++
(von Hauke Flores)
07. Dezember 2014

Langsam, ganz langsam streckt die Antarktis ihre eisigen Finger nach uns aus. Bis vorgestern war unsere Reise von frühlingshaftem Wetter gekennzeichnet. Wir hatten zwar einen Sturm, als wir Kapstadt verließen, aber bei 20°C Lufttemperatur nimmt man dem Sturm seine wilde Garstigheit nur schwer ab.
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Auf zur ersten Station 001-1

423 Seemeilen südwestlich von Kapstadt +++ 38° 13’ S, 12° 0’ O +++ 15°C, Sturmvögel über unglaublich blauem Ozean und ansteigender Dünung +++
05. Dezember 2014
(von Stefanie Klebe)

Der Tag beginnt noch vor dem Morgengrauen: Polarstern hat die Position unserer ersten Station erreicht. Wassermessung und Probenahme stehen auf dem Programm. Um kurz nach 5 Uhr, als die Sonne den Horizont orange-rot erstrahlen lässt, hängen CTD-Gerät und Kranzwasserschöpfer bereits in ca. 4.800 m Wassertiefe, um auf ihrem Rückweg Wasserproben an die Oberfläche zu bringen, an denen Wassereigenschaften gemessen werden sollen.
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Auf in Richtung Antarktis

Kapstadt, Südafrika +++ 33° 55’ S, 18° 36’ O +++ 24°C, Sonnenschein und Windstärke 9 +++
02. Dezember 2014
(von Sandra Schwegmann)

Heute ist der Tag, heute laufen wir aus dem Hafen von Kapstadt aus. Schnell treffen wir noch letzte Vorbereitungen: Wir richten unsere Labore zu Ende ein und Verstauen alles weitere, was wir noch nicht gleich brauchen in einen Container. Aber vor allem müssen wir alles sturmfest machen. Denn es stürmt heftig heute und wir erwarten sofort nach dem Auslaufen 6 m hohe Wellen.
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Sommer in Kapstadt: Kapstadt, Südafrika +++ 33° 55’ S, 18° 36’ O +++ 25°C, Sonnenschein +++
(Von Martin Schiller)
30. November 2014

Als ich heute Morgen aufgewacht bin, musste ich mich erst mal orientieren. Sieben Uhr morgens, die Sonne steht hoch am Himmel und brennt mir durch das Fenster ins Gesicht. Das kann nicht November in Bremerhaven sein. Nein, es ist Kapstadt und um neun treffe ich mich mit den Kollegen in der Lobby des Hotels, um mit dem Shuttle zur Polarstern in den Hafen gefahren zu werden. Sandra, Marcel und ich sind ein Voraustrupp der Gruppe Meereisphysik. Unser Schiff (Polarstern) liegt seit zwei Tagen hier im Hafen während die Vorbereitungen zu unserer Reise laufen.
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PS 89 - ANT-30/2: Die Vorbereitungen zu unserer Expedition in den antarktischen Sommer sind abgeschlossen – es kann los gehen!

Bremerhaven +++ 53° 33’ N, 8° 35’ O +++ 7°C, Sonnenschein +++
26. November 2014
(von Stefanie Arndt und Marcel Nicolaus)

Noch ist  unser Forschungsschiff „Polarstern“ auf ihrem Weg von Bremerhaven nach Kapstadt. Von dort wird sie am 02. Dezember zu einer weiteren Expedition in den antarktischen Sommer aufbrechen. Die Fahrt, unter der Leitung von Ozeanograph Olaf Boebel, wird zunächst am Nullmeridian (oder auch „0-Grad Schnitt“ genannt) entlang führen, wo die ersten ozeanographischen Arbeiten stattfinden.
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