Regionale Verteilung der Trends

Ist die Abnahme der Meereises regional gleichmäßig verteilt, oder gibt es Gebiete stärkerer und schwächerer Abnahme? Diese Frage beantwortet die folgende Abbildung.

In der Arktis (siehe Abbildung oben links) ist eine Abnahme des Meereises am Eisrand zu erkennen. In der zentralen Arktis ist kein Trend erkennbar. Lediglich in einem kleinen Bereich in der Beringstraße nimmt das Eis gegen den allgemeinen Trend zu. Dieser positive Trend wird mit der der pazifischen dekadischen Oszillation in Verbindung gebracht, deren Index in den untersuchten Jahren negative Werte hatte. Dieser positive Trend ist in den hier dargestellten Monaten Januar bis März besonders deutlich, im zweiten Quartal (April bis Juni) geringer und im dritten (Juli bis September) und vierten Quartal (Oktober bis Dezember) nicht zu beobachten [1].

In der Antarktis (siehe Abbildung oben rechts) besitzen die Trends über große Regionen unterschiedliche Vorzeichen. Im hier dargestellten ersten Quartal (Januar bis März) nimmt das Eis im Weddellmeer und im Rossmeer zu und im Bellingshausen-  und Amundsenmeer ab, so dass der Trend dieser Monate in der Summe geringfügig negativ ist.

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[1] Gerken, M. : Zeitreihenanalyse des Trends der Eiskonzentration in Arktis und Antarktis von 1979 bis 2013. Bachelorarbeit am Fachbereich 1 Physik/Elektrotechnik der Universität Bremen 2014. Das PDF kann hier heruntergeladen werden.