Arktische Verstärkung und globale Erwärmung

Global war die mittlere Temperatur in den  Jahren 2005-2009 um etwa 0.54° wärmer als das Mittel 1954-1980. An einem einzelnen Tag und Ort mag dieser Temperaturunterschied gering erscheinen, als globaler Mittelwert ist er jedoch bedeutsam. Darüber hinaus ist die  Erwärmung global recht ungleichmäßig verteilt. Die Karte in der folgenden Abbildung zeigt, wie die globale Erwärmung in der Arktis mit 2 bis 4°C um vier- bis achtmal höher ist als der Mittelwert.

Dies wird mit zahlreichen Rückkopplungsmechanismen erklärt. Der wichtigste davon ist der Eis-Albedo-Effekt: Das Meereis strahlt den überwiegenden Teil der einfallenden Sonnenstrahlung zurück in den Weltraum. Im Vergleich dazu nimmt offenes Wasser die einfallende Sonnenstrahlung überwiegend auf. Schmilzt eine geringe Eisfläche durch anfängliche Erwärmung ab, so nimmt die nunmehr offene Wasserfläche viel mehr Sonnenenergie auf, welches zu einem weiteren Schmelzen führt.