SMOS Meereisdickekarten

SMOS ist ein Satellit der Europäischen Weltraumagentur ESA und Teil des „Living Planet” Programms, mit dem die ESA Umweltveränderungen auf der Spur ist. SMOS ist ein Mikrowellenradiometer mit synthetischer Ausrichtung, das bei 1,4 GHz entsprechend 21 cm Wellenlänge misst. Die ursprüngliche Aufgabe von SMOS („Soil Moisture and Ocean Salinity“) ist die Messung des Feuchtegehaltes des Bodens und des Salzgehaltes der Ozeane.

Das IUP arbeitet seit einigen Jahren zusammen mit der ESA und weiteren Institutionen an der Bestimmung der Dicke von jungem Meereis bis etwa 50 cm aus SMOS-Daten. Diese zusätzliche Nutzung wurde erst während der Satellitenmission entwickelt. Bei dünnem Eis ist der Wärmetransport zwischen Ozean und Atmosphäre größer, es stellt den verformenden Kräften von Wind und Wellen weniger Widerstand entgegen und es kann von eisgängigen Schiffen noch durchfahren werden.

Diese Daten sind vorläufig, geben aber einen guten Eindruck vom Eisbildungsprozess in der Arktis im Herbst. Die Daten werden bereits operationell von einem skandinavischen Wetterdienst genutzt. Zurzeit ist eine verfeinerte Version des Verfahrens in Arbeit.